Brecht im Cola-Rausch

Selbstbewusster Kindermund: „Das Badener Lehrstück vom Einverständnis“ im LOFFT

Der Abend des letzten Ferien-Samstags. Und auf der Bühne Kinder, die freiwillig ein Lehrstück einüben! Verkehrte Welt, sagt sich Lehrer Lämpel. Um es vorwegzunehmen: Dieser Kalauer tritt der Bühnenhandlung nicht zu nahe.

Eine knappe Werkeinordnung: Mit Brechts frühen Stücken meldet sich ein Vokabular zu Wort, das man vergessen glaubte: Nützlichkeit, Einverständnis, Modellcharakter, Lernen und Lehren, Erkenntnis ­– ein Vokabular, das wie von einem anderen Kontinent herüberstrahlt und abprallt an den aktuellen Spielplänen der scheinaktivistisch agierenden Subventionsbühnen! Es besteht also Einverständnis-Bedarf, ohne Frage. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Maske und Geist

Die Kunst des Maskenbildens

Maske und Geist

Maske und Geist. Feature von Ina Lyn Reif. Mit: Britta Steffenhagen. Redaktion: Kathrin Aehnlich. Schnitt: Hans-Peter Ruhnert. Ton: André Lüer. Regie: Stefan Kanis. MDR 2012 (29’13 | Ursendung: 8.4.2012)

Die Salzburger Festspiele sind eines der bedeutendsten Theaterereignisse weltweit. Alle Jahre wieder kommen berühmte Regisseure und Schauspieler an den Festspielort, und auch für Maskenbildner aus ganz Europa ist Salzburg für mehrere Wochen eine Herausforderung. Die Arbeit des Maskenbildners ist Kunst und Handwerk zugleich. Das Gesicht des Schauspielers ist sein Malgrund. Er schminkt, verformt, korrigiert und – so meint der Schauspieler Ulrich Matthes, „fordert den Künstler auf, sich gleichzeitig zu verstellen und zu entblößen.“ Weiterlesen
Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Das Finkenmanöver

Ein traditionelles Volksfest im Harz

 Das Zählen der "Schläge" beim "Distanzsingen"

Das Finkenmanoever

Das Finkenmanöver. Feature von Gerhard Pötzsch. Sprecher: Christian Steyer. Redaktion: Kathrin Aehnlich. Regie: Stefan Kanis
(29’21 | Sendung: MDR FIGARO, 26.05.2012)

„Das Finkenmanöver“ ist eines der ältesten Volks- und Kulturfeste im Harz; 1868 stiegen die Streithähne erstmals in den Ring. Tausende Schaulustige kommen Jahr um Jahr am Pfingstmontag nach Benneckenstein, um diesen Wettbewerb mitzuerleben. Eine Jury urteilt über die Schönheit und die Dauer des Gesangs der Finken und wählt einen Sieger aus. „Schönheitssingen“, „Distanzsingen“, „Kreissingen“ heißen die Diziplinen. 

„Was dem Jäger das Wild / Was dem Maler das Bild / Was dem Reichen des Goldes Klang / Sind mir der Fink und sein Gesang!“

Das Feature bei MDR FIGARO

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Bin das wirklich ich?

Christa-Wolf-Roman in szenischer Lesung im LOFFT

Montagabend auf der Werkstattbühne am Lindenauer Markt. Eine junge Frau, dunkle Haare, schwarzer Rolli, Jeans, tritt an einen klassischen Lesetisch. In die Jahre gekommenes Holz, die Beine etwas schräg, in der linken Ecke eine Wasserflasche, gläsern und ohne Etikett, daneben das Trinkglas. Ein Scheinwerfer schräg von hinten, der andere von vorn. Eine Jacke liegt über der Sitzfläche des Stuhls. Als der Abend zu Ende ist, liegt sie noch immer dort. Eine Kleinigkeit ohne Bedeutung, vielleicht nur ein Versehen? Nicht bei Christa Wolf. Warum kann es nicht die Jacke der Hauptfigur Christa T. sein, die mit der Autorin den Vornamen teilt? Es wäre doch möglich. Eine zarte Reminiszenz an das pulsierende Thema des Romans: Das Leben als Möglichkeitsraum. Nichts ist ausgemacht, kein Weg vorgezeichnet. Und wenn, dann steckt die Zeichnung, die uns in ihre Bahnen zwingt, nur in uns selbst. Soll man sie deshalb schon „Ich“ nennen? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Schrecken ohne Kontur

„March“ hat Schwierigkeiten mit der Grammatik des Tanzes

Im Programmheft-Opener zur diesjährigen Tanzoffensive im LOFFT taucht das Wort „Geschichten“ stolze fünfmal auf. Geschichten von Gewicht will man erzählen, auch die jüngere Geschichte, und die eigenen allemal. Bitte keine Unverbindlichkeiten mehr. Vorbei die Zeit tänzerischer Selbstbezüglichkeit. Wenn alle aufstehen gegen die Verhältnisse, dann sitzt auch der Tanz mit im Bollerwagen.

Bei soviel Mitteilungswut regt sich Skepsis. Sicher, man muss nicht gleich an erzählendes Tanztheater denken, wie es einem weiland im Beyerhaus seine eindimensionalen Schrecken einflößte. Aber: Kunst und Leben tun gut daran, sich voneinander fernzuhalten und sich gegenseitig mit dem Fernrohr zu beobachten. Am besten mit einem alten, wo das Bild auf dem Kopf steht. Aus dieser Spiegelung offene, eindringliche und differenzierte ‚Geschichten’ für Publikum zu machen, die man, weil sie Kunst sind, nicht wirklich nacherzählen kann: Das, ungefähr, wäre zu leisten. Das Kuratorenteam im LOFFT hängt die Latte hoch. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Foto: Billhardt

Geschichte und Gesichter

Foto: Billhardt

Foto: Billhardt. Feature von Steffen Lüddemann.
Sprecher: Torben Kessler und Danne Hoffmann. Redaktion: Kathrin Aehnlich. Technische Realisation: Holger Kliemchen.
Regie: Stefan Kanis (Erstsendung: MDR FIGARO 28.04.2012 | 29’28)

Das berühmteste Foto Thomas Billhardts entstand 1967 in Nordvietnam. Es zeigt einen großgewachsenen amerikanischen Piloten, der von einer zierlichen Vietnamesin mit aufgepflanztem Bajonett in die Gefangenschaft abgeführt wird. Das Foto wurde hundertfach abgedruckt, im Westen wie im Osten und steht bis zum heutigen Tag als Synonym für den Krieg, den die USA in Vietnam führten. Der Anfang der 1960er Jahre an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst ausgebildete Thomas Billhardt war damals gerade erst 30 Jahre alt und quasi über Nacht zu einem weltberühmten Fotografen geworden. Doch sein Werk steht nicht nur für Kriegsberichterstattung. In seinen über sechzig Fotobüchern finden sich Menschen und Landschaften aus aller Welt, so auch die Bilder einer Sibirien-Reise, die er gemeinsam mit Brigitte Reimann unternommen hat. Sein Handwerk gelernt hat der in Chemnitz geborene Thomas Billhardt bei seiner Mutter Maria Schmid. Sie hat ihm bereits in seiner Kindheit die Liebe zur Fotografie vermittelt und ihn immer in seiner Kunst bestärkt.

Das Feature bei MDR FIGARO zum Nachhören

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Leben um jeden Preis

Die Cammerspiele überraschen mit Ferdinand-Bruckner-Remake

Freitagabend: Während noch das Publikum Platz nimmt, malt der böse Freder seiner Zukünftigen, der Marie, eine Wunde aus Theaterblut auf den Rücken. Liebevoll macht er das, fast zärtlich. Es wird bei dieser Freundlichkeit nicht bleiben, soviel steht fest. Was in hohen Einweckgläsern auf der Kommode an rotem Saft bereitsteht, wird seine Verwendung finden.

Ferdinand Bruckners Skandalerfolg von 1928 spielt unter Medizinstudenten. Desiree, eine ausgebüchste Jung-Gräfin springt als zuckende Flamme von Erfolg zu Erfolg. Die schwierigsten Examen bewältigt sie im Handumdrehen und im Bett ist sie die pure Lust. Eigentlich ein Glückskind, wenn da nicht das Virus wäre, von dem zu reden sein wird. In derselben Pension siedelt auch Marie, Baumeisterstochter und zu Stückbeginn frischgebackene Dr. med. „Einmal gefährlich leben bitte!“ – Könnte man dieses Virus kaufen, Marie wäre die erste in der Schlange. Bis dahin bleibt ihr nur kaschierender Arbeitswille. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Besuch in Mechtshausen

Wilhelm Busch auf der epischen Bühne des Alters

Wilhelm Busch

Besuch in Mechtshausen

Besuch in Mechtshausen. Hörspiel von Rolf Schneider.
Mit: Ernst Jacobi, Maren EggertHille Darjes und Maximilian Brauer.
Dramaturgie: Thomas Fritz. Musik: Michael M. Hinze. Schnitt: Christian Grund. Ton: André Lüer.
Hörspieleinrichtung und Regie: Stefan Kanis (Erstsendung: MDR FIGARO 15.04.2011 | 53’06)

1832 geboren, ist Wilhelm Busch im Jahr 1901 ein Mann von knapp siebzig. Seine Bil­dergeschichten haben ihn berühmt gemacht, wirtschaftlich steht er gut da. Ansonsten ist er ein Griesgram, der sich von allem zurückgezogen hat – bis auf die Malerei, und bis auf den Alkohol. Außerdem ist er ein Hagestolz. Frauen haben in seinem Leben nie eine Rolle gespielt. Oder doch? Seit 1872 – da war er vierzig – lebt er mit im Haushalt seiner Schwester Fanny, die sich um die Alltagsdinge kümmert. Wieder in Wiedensahl bei Bü­ckeburg, da, wo er herstammt. 1898 zieht er mit ihr zusammen zu ihrem Sohn Otto ins Pfarrhaus in Mechtshausen. – Dort trifft ihn eine aus Frankfurt am Main angereiste Journalistin, die angeblich für die Zeitung über ihn schreiben will. Anscheinend weiß sie eine Menge über ihn, und abschütteln lässt sich das reichlich selbstbewusste Frauenzim­mer auch nicht. Besonders über seine Frankfurter Jahre hat sie allerhand ausgekund­schaftet. Über Johanna Keßler zum Beispiel, die Bankiersfrau in der Villa an der Bo­ckenheimer Landstraße. Die Sinn für die Kunst und ein Herz für die Künstler hatte. Aber ist das ein Wunder, wenn sie deren Tochter ist?

Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Humor von unten

Theater Handgemenge überzeugt mit unsichtbarem Höllenhund

Am Ende bekommen sie alle ein Küsschen. Die Königin, Prinzessin Annegret, Hans und des Teufels Großmutter. Das ganze liederliche Personal aus dem „Teufel mit den drei goldenen Haaren“, ins Leben gesetzt von Friederike Krahl und Pierre Schäfer, die nun, simpel zu zweit, vor ihre Puppenstube treten. Das Publikum mag es im begeisterten Beifall noch nicht recht glauben. Sie strahlt erfreut übers ganze Gesicht, er steht – Typ großer Junge – mit verlegenem Schalk daneben. Und dann bekommt sie von ihm ein Küsschen auf die Wange. Da schlägt Herzlichkeit wie eine Flamme aus dem Zauberkasten und schreibt die Derbheit, die Sprödigkeiten und die trockenen Witze der vergangen Theaterstunde um in so etwas wie Menschenliebe. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

„Austerlitz“- Hörbuch | Presse

CD-Cover "Austerlitz" von W.G. Sebald

Ausschnitt aus „Austerlitz“ von W.G. Sebald

(…) Räume entstehen, in denen man atmen und sich umschauen kann, in denen einem auch einmal der Atem stockt. Stefan Kanis, der mit der Verwandlung dieses formgewandten Romans durchaus ein Wagnis eingeht, ist sich der Gratwanderung zwischen zu viel und zu wenig Effekt bewusst. Und so entsteht schon bald ein Sog, drängender womöglich als beim Lesen des Romans, der sich aus wichtigen Gründen gegen zu große Bequemlichkeit sperrt.
(Anja Hirsch, FAZ vom 10.03.12)

(…) Den drei überragenden Stimmen gelingt es, einen Hörkosmos zu entwerfen, in dem die kunstvoll gebauten Musikminiaturen von Cornelia Friederike Müller wie kleine Sterne auffunkeln.
(Michael Opitz, DRadio Kultur „Radiofeuilleton“, 04.05.2012) Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Spiel im freien Raum

Tanzproduktion der „Villa“ zeigt im LOFFT kraftvolles mixedabled-Ensemble

Wenn man große Worte über den vergangenen Sonnabendabend machen wollte, könnte man sagen: Eine der Utopien unserer geteilten Welt ist für eine Theaterstunde eingelöst worden. Die Utopie, dass Behinderte und Normale zusammengehören. So weit zusammengehören, dass selbst ultimative Reflexe zum Schweigen gebracht werden. Reflexe der Kategorie: Äh, war das jetzt politisch korrekt? Darf man „normal“ sagen in einem Satz mit „behindert“? Oder verhalte ich mit damit normativ? Bin ich die Norm, weil ich zur Mehrheit gehöre? Und was derlei Probleme mehr sind. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Helfen bis zum Umfallen

„Kaspar Häuser Meer“ – ein Sittenbild der Sozialarbeit zu Gast im LOFFT

Man wünscht den drei Frauen auf der Bühne, sie könnten Fische sein. Stumme Fische. Doch Gott meint es nicht gut mit ihnen. Er hat sie Sozialarbeiterinnen werden lassen. Und so bleibt ihnen nur das Reden. Über das Leid, das fortwährend verhindert werden muss. Über die Felle, die einem wegschwimmen, weil es immer mehr Fälle gibt. Und jetzt ist auch noch der Kollege Björn ausgefallen. Björn-out-Syndrom, vermerkt die Autorin zur Grundsituation.

Felicia Zeller hat viel verstanden vom Dilemma der delegierten Nächstenliebe. Wo es an Nachbarschaft und Solidarität mangelt, kann kein Jugendamt der Welt die Dinge wieder Geraderücken. Der Krankenstand ist eine Funktion der chronischen Unterfinanzierung, auf dem Humus der Verwaltungsallmacht gedeiht der Behördendschungel. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , | Hinterlasse einen Kommentar

Puzzles aus Biographien

„Friendly fire“ zeigen eine Doppelpremiere im Tapetenwerk / Lofft

Der junge Mann am Einlass begrüßt das Publikum zur Uraufführung. Ein netter Versprecher. Denn kein Heiner-Müller-Text ist häufiger choreographiert, zelebriert, performt oder auch nur schlicht gesprochen worden als „Bildbeschreibung“. Zu Recht. „Friendly fire“, eine Fraktion der rührigen „Lofft-Werkstatt“, ist der 1984 entstandenen Skizze am Montagabend nun wieder nähergetreten. Was kann Texten besseres geschehen als Interesse. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Austerlitz

Hörspiel nach dem gleichnamigen Roman von W. G. Sebald

Austerlitz

Austerlitz von W. G. Sebald. Mit: Ernst Jacobi, Rosemarie FendelUlrich Matthes, Jonathan Bordag. Dramaturgie: Thomas Fritz. Musik: Cornelia Friederike Müller (aka cfm). Schnitt: Holger Kliemchen. Ton: Holger König.
Hörspielbearbeitung und Regie: Stefan Kanis (Erstsendung: 12.12.2011 | 82’25)
(Auch als Hörbuch beim Hörverlag München, März 2012)

Der Ich-Erzähler in W.G. Sebalds letztem, kurz vor seinem Tod veröffentlichten Roman
erstattet Bericht über seine Bekanntschaft mit dem Architekturhistoriker Jacques
Austerlitz, den er in der zweiten Hälfte der 60er Jahre zufällig in der Antwerpener
Centraalstation kennengelernt hatte. Weiterlesen
Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit , , , | 1 Kommentar

Arche Leutenthal

Der Sammler und Naturfreund Oswald Malarski

Arche Leutenthal

Arche Leutenthal. Feature von Stefan Kanis. Mit: Frauke Poolman und Matthias Matschke. Redaktion: Kathrin Aehnlich. Schnitt: Christian Grund. Ton: Holger König. Regie: Stefan Kanis. MDR 2011 (29’42 | Ursendung: 3.12.2011)

Oswald Malarski hat schon immer gesammelt. Schmetterlinge und Pflanzen, Belebtes und Unbelebtes, Natürliches und Ziseliertes. Die Sammlung vergrößert sich nahezu täglich. Aus der verfallenen Kirchenscheune wird ein Balken ausgemustert, in dem zufällig eine alte Bleikugel steckt, vermutlich napoleonisch. Nebst feinbeschriftetem Begleitzettel liegt sie nun neben einem Rasierklingenschärfer von 1910. „Ist das nicht verrückt“, sagt Herr Malarski. Oskar Malarski bewertet seine Fundstücke nicht, er sammelt sie einfach. Seine Scheune ist eine Arche, in der alle Dinge gleichberechtigt ihren Platz finden dürfen. Was wird in der Arche Leutenthal unsere Zeit überdauern? Was wird wichtig sein in 100 oder 1000 Jahren? Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Hinter den Ohren schreiben

Notiz zu: „Nackter Wahnsinn – Was ihr wollt“ am Centraltheater Leipzig

Dieser Abend gewinnt seine Kraft (wieder einmal) aus dem existentiellen Einsatz zweier Schauspieler – Maximilian Brauer und Cordelia Wege. Es braucht bis dahin drei Stunden, die es nicht braucht – und doch wieder braucht. Wenn Brauer sich im Schweiße seines nackten Antlitzes/Körpers mit dem Regisseur dieses Theaters auf dem Theater (Manuel Harder), der hier nun endlich Gott sein darf, einen letzten Kampf liefert, dann ist dies wahrlich ein phänomenaler Disput über die Zurechnungsfähigkeit der Kunst & der in ihr Lebenden.

Den Vertrag zwischen sich und seiner Rolle will er aufkündigen; Brauer führt dieses Drama als leibhaftiger Jesus auf, frisst Scheiße, die er zu Gold machen will/soll. Dann assistiert ihm Cordelia Wege als Natascha Kampusch, auch sie mag kein Opfer sein, auch ihre Rolle will sie sich selber suchen. Der Teufel (Hagen Oechel) segnet ihren Aufbruch in die Gottlosigkeit des Selbst mit – natürlich Litern Theaterblut. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Guter Mensch im schweren Wasser

Notiz zu „Der gute Mensch von Sezuan“ am Centraltheater Leipzig

Kathrin Angerers Shen Te löst ein, was man sich erhofft. Sie steuert die Exaltation des Gutmenschentums zwischen Auflösung und Karikatur der Figur in unmerklicher Mitte. Der Vetter Shui Ta: Was das Kostümbild hier vermag. Ein Dreikäsehoch, der sich an einer Chaplinade versucht. Dieser Shui Ta ist noch zerbrechlicher als seine von den Wassern der Seele bewegte Cousine. Um so mehr überträgt sich die Verzweiflung ins Parkett, wenn Angerer darum kämpft, sich aus dieser schmalhüftigen Figur in Kraft zu setzen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Frauenzuchthaus Hoheneck

Demütigung, Willkür,  Verrat

Treppenhaus Hoheneck (Ausschnitt)

Ausschnitt aus „Frauenzuchthaus Hoheneck“

Frauenzuchthaus Hoheneck. Feature von Gabriele Stötzer. Im Originalton: Inge Naumann, Sylvia Heinrich, Anita Goßler, Rüdiger Sachs und Andreas Stötzer.
Mit Bärbel Röhl und Marina Frenk. Redaktion: Kathrin Aehnlich. Ton: André Lüer. Regie: Stefan Kanis. MDR 2011 (59’15 / Ursendung: 28.09.2011)

Seit 1862 in Hoheneck das „Königlich-Sächsische Weiberzuchthaus“ errichtet wurde, wechselten die Gefangenen ihr Geschlecht und die Hausherren ihre Ideologie. Nach Gründung der DDR wurde die Haftanstalt wieder zum Frauengefängnis, in dem sich Mörderinnen und politische Gefangene eine Zelle teilen mussten. Für eine „Einweisung“ nach Hoheneck genügte oft schon eine schriftlich formulierte Kritik an der DDR-Politik. Die Politischen wurden unter den Kriminellen verteilt und unterstanden dem Kommando der Schwerverbrecherinnen. Ende der 1970er Jahre wurde das Gefängnis zur „Drehscheibe für Häftlingsfreikäufe. Die Vollzugsanstalt war eigentlich für 230 Haftplätze festgelegt, die wirklichen Belegungen schwankten zwischen 400 und 2000 Gefangenen. Im Jahr 2001 wurde die Haftanstalt geschlossen. Die Pläne eines privaten Investors, das Gefängnis als Erlebnishotel zu nutzen, wurden bisher von den Opferverbänden verhindert. Die Schriftstellerin Gabriele Stötzer, wurde 1977 im Alter von 23 Jahren wegen Staatsverleumdung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, von dem sie 7 Monate in Hoheneck verbrachte. Einen Freikauf in die Bundesrepublik lehnte sie ab.

http://www.mdr.de/mdr-figaro/hoerspiel/feature/hoheneck108.html

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Ritterspiel vor Drohkulisse

„Merlin oder Das wüste Land“ von Tankred Dorst („Schaustelle Halle“ und „Ebeling & Koll.“)

Johannes Gabriel als Mordred (Foto: René Schäffer)Wir siegen, flüstert König Artus. Ein letztes Mal hat ihm sein Zauberer Merlin die Zukunft offenbart. Ja, wir werden siegen. Und wieder merkt Artus nicht, dass diese Wahrheit keine Zukunft hat. Gestern nicht und heute. Ein letzter Ton auf der E-Gitarre und das Licht verlischt. Nur hoch oben am Ruhmeskranz des Völkerschlachtdenkmals strahlen vier böse Ritter eisig über Leipzig und die kleinen Fahrensleute. Die steinernen Recken werden niemals etwas lernen. Mindestens dies schafft das Spiel der Komödianten: Die pompöse Kulisse enttarnt sich wie nebenbei als groteske Schauerlichkeit des Militarismus. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Buffos des Blutes

Notiz zu „The Wolf Boys“ – Norton.Commander.Productions

Auch das Grauen realisiert sich in geordneten Verhältnissen. Hinten in der Mitte steht das Blutgerüst, vorn markieren zwei Musiker in schöner Symmetrie das Portal der Schlachtplatzes. Die Performer Wulferts & Wagner gehen als Boten aus dem Reich des Blutrauschs der Zentralperspektive ins Netz. Eben noch arrangieren sie sich zu Gottfried Benns „Schöner Jugend“ – die Geschichte mit dem Mädchen im Schilf und den Ratten im Bauch – auf dem Gerüst, dann heißt es wieder Absteigen und an der Rampe zwischen den Tonabnehmern eine nächste „Aktion“ martialisch zu markieren. Mit Eigenblutdoping und einer sexualisierten Organ-Spenden-Orgel finden sich bildnerisch eindrucksvolle Operationen; das meiste jedoch bleibt an der energetisch-optischen Mittellinie hängen und füllt fast betulich das schwarze Poesiealbum des Abends.
Der (vorgebliche) Schlaf der Vernunft gebiert hier keine Ungeheuer, sondern einen Budenzauber, der tönt und klönt. Die Raffinesse der Details bleibt auf halbem Wege sich selbst überlassen. Harriet und Peter Meinings Inszenierung zitiert die Geste eines Jahrmarktbuffos, der bessere Tage gesehen hat. Und nicht so recht weiß, warum nicht eine Nummer einfach auf die nächste folgen soll.

www.nc-productions.com

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ich war ein Kind von Tschernobyl

Erinnerung an eine Katastrophe

Olga Kapustina und Mama

Ich war ein Kind von Tschernobyl

Ich war ein Kind von Tschernobyl. Feature von Olga Kapustina. Mit Marina Frenk und Uve Teschner. Regie: Stefan Kanis. Redaktion Kathrin Ähnlich. Schnitt: Hans-Peter Ruhnert. Ton: Andre Lüer. MDR 2011 (29’38 / Ursendung: 23.04.2011)

Nach dem Reaktorunglück von Tschernobyl im Mai 1986 waren im angrenzenden Weißrussland  etwa 5000 Orte verstrahlt. Darunter auch Tschausy, die Heimatstadt von Olga Kapustina. Sie war damals gerade ein Jahr alt und die Folgen der Katastrophe gehörten zu ihrem Alltag. „Wir, Kinder von Tschernobyl, waren eigentlich ganz glücklich. In der Schule bekamen wir drei Mal am Tag kostenloses Essen. Zum Neujahr kamen Pakete mit Süßigkeiten aus dem Westen. Einen Monat im Jahr verbrachten wir im Sanatorium in einem sauberen Ort in Weißrussland.“ Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Gott wohnt im Café Westen

Solveig van der Hoffmann lädt in die Werkstatt für Grundsatzfragen. Ein Ortstermin.

Wenn es Fragen gibt, sagt Solveig, bin ich für euch da. Sie steht im Foyer des LOFFT und zeigt auf ihre weiße Mütze. Daran erkennen wir sie im Getümmel. Auch wenn Sie nicht „Getümmel“ sagt,  schwant einem doch, es könnte dicke kommen. Ich nicke, alle anderen auch. Schließlich stehen die Uhren auf Performance, und an uns soll es nicht liegen. Doch Grundsätzliches verträgt nur sechs Augen. Das Getümmel, der Wodka und die großen Fragen müssen warten. Der Haufen wird aufgeteilt. In neun Grüppchen zu je drei Menschen. Solveig macht ein bisschen Hokuspokus um die Lieblingsfarbe, ich wähle einen blauen Laufplan. Und schon gehöre ich zu Esther und Friederike. Und was machst du so? Die jüngere mit der schicken Brille macht was fürs Radio und Esther hat ihre Freundinnen irgendwo zwischen pink und lila eingebüsst. Ich gebe mir Mühe, ihnen nicht auf die Nerven zu gehen. Wie guten Freunde eben. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Wartburg auf der Überholspur

Thilo Refferts «Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgastzelle» hat bei den Karlsruher Hörspieltagen bei Jury und Publikum gewonnen – VON ANDREAS HÜTTNER

Bei Film-, Fernseh- oder Theaterfestivals wäre es nicht denkbar, dass in vier von fünf Jahrgängen Jury- und Publikumspreis an die gleiche Produktion fallen. Bei den ARD-Hör­spieltagen in Karlsruhe geht das. Jetzt ereilte die doppelte Ehre Thilo Refferts O-Ton-Hörspiel «Die Sicherheit einer geschlossenen Fahrgast­zelle» (Produktion: MDR, Regie: Stefan Kanis). Und auch wenn ein Hörspielfestival möglicherweise so speziell ist, dass die Mühe einer Pub­likumsabstimmung im Internet nur jene Hörer auf sich nehmen, die dem Genre ähnlich eng verbunden sind wie die Fachleute – verdient war der Doppelerfolg allemal. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Hinterlasse einen Kommentar

Zucker

Das süße Gift

Zucker. Das süße Gift

Zucker – Das süße Gift
Feature von Michael Schulte. Mit Chris Pichler und Torsten Ranft. Regie: Stefan Kanis. Redaktion: Ulf Köhler. MDR 2010. (24’13 / Ursendung: 11.12.2010)

Einst war Zucker der Süßstoff der Reichen, sündhaft teuer und aus entlegenen Weltregionen importiert. Mit der Gewinnung von Zucker aus der Zuckerrübe wurde er hingegen zum Volksnahrungsmittel. Mittlerweile hat Zucker eher den Ruf gesundheitsschädlich zu sein. Das Essay von Michael Schulte betrachtet die faszinierende Geschichte der weißen Leckerei. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Nimba – Das Gesetz des Dschungels

„Tiere als Täter“ – Teil 7

Nimba – Das Gesetz des Dschungels

Nimba – Das Gesetz des Dschungels. Hörspiel von Anne Mücke und Frank Bruder. Mit Abak Safei-Rad, Janine Kreß, Rosalind Baffoe, Martin Olbertz und Axel Thielmann. Regie: Stefan Kanis. MDR JUMP 2010. (46’50)

Februar 2006. Die beiden Anthropologinnen Dr. Lynn Smith und Susan Mc Donald, beide von der amerikanischen Stanford University, erforschen das Sozialverhalten der Schimpansen der „Sonso-Sippe“ in den Tiefen des ugandischen Budongo-Urwaldes. Susan ist bereits seit 4 Jahren hier, Lynn erst seit einigen Wochen. Und genau so lange gibt es Spannungen – sowohl unter den beiden Wissenschaftlerinnen, als auch unter den Affen (unter denen rumort es allerdings schon länger). Lynn und Susan geraten häufig in Streit, weil sie zum einen sehr verschiedene Charaktere sind. Zum anderen sieht sich die praxisnahe und erfahrene Feldforscherin Susan von der jung-dynamischen Akademikerin Lynn bedroht. Zumal Lynn genau dort Stärken hat, wo Susans Schwächen liegen: im wissenschaftlichen Veröffentlichen. Die Stanford University fordert von Susan seit langem, einen Artikel über „ihre“ Sonso-Sippe in einer renommierten Fachzeitschrift zu veröffentlichen. Lynn soll Susan helfen, diesen endlich zu schreiben. Mitten zwischen den Fronten stehen der afrikanische Ranger Lutamyo, und seine Frau Anet – beide sind Helfer im Camp.

 

Veröffentlicht unter Radioarbeiten | Verschlagwortet mit | Hinterlasse einen Kommentar

Wer immer strebend sich bemüht…

Das Lofft lädt zur Geisterfahrt mit Britney Spears

Ein guter Intellektueller hat noch nie Britneys Musik gehört, aber natürlich im Feuilleton über sie gelesen. Und was sagt „Faust“ den bildungsfernen Schichten? Zumindest der Name ist bekannt. Wahre Prominenz strahlt in die verschiedensten Milieus. Der Gott des einen taugt dem andern mindestens als Reizwort.

Über diese verdeckte Naht fährt der Finger der Inszenierung und prüft, wo das heiße Höschen der Popdiva mit dem Talar des Gelehrten sich unbewusst verschwägert. Der Abend ist eine große Materialschau, aus der das Publikum sein lehrreiches Vergnügen zieht. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Glücklich ohne Funktionsbekleidung

Die Performer von „Handa Gote“ verbergen sich hinter der Patina des Privaten

Ekran / Foto: ProduktionDie Heizung bläst laue Luft in die Zeitmaschine. Noch haben die Prager Künstler ihre Patience mit dem Gestern nicht begonnen, da atmet das Interieur des UT Connewitz schon sein gemächliches ‚Ach’. Wahrlich eine Unternehmung am rechten Ort. Der Eröffnungsabend der diesjährigen Ausgabe des Off-Europas-Festivals legt es mit „Ekran“ darauf an, alles, was an Modernität, Eile und Präzision über die Menschen gekommen ist, auszutilgen. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Ich mag kein lackiertes Theater

Knut Geißler kennt die osteuropäischen Theater-Provinzen wie kaum ein Anderer. Der Leipziger kuratiert seit 18 Jahren das Festival „Off Europa“. In der kommenden Woche läuft in Leipzig und Dresden seine aktuelle Werkschau: in diesem Jahr mit Theater aus Tschechien.

 

 

Frage: Vor 20 Jahren ist die DDR dem Westen beigetreten. Fast ebenso lang gibt es bereits „0ff Europa“? Was hat sich seither bewegt? Ist uns Ost-Europa nur anders fern als damals?
Ich glaube nicht, dass sich Deutschland wirklich bewegt hat. Osteuropa ist durch die Wende ja aufgesprengt worden. Das war sehr wohl eine Bewegung. Seit dem EU-Beitritt holen manche Länder stark auf, aber umso weiter südlich man kommt, desto fragiler wird das. Ich bemühe mich, genau hinzuschauen und mir die Frage zu beantworten: Wie generiert man Interesse für dieses andere? Im letzten Jahr, bei Bosnien, war es wichtig eine detaillierte Programmzeitung mit ein bisschen politischer Landeskunde zu machen. Das wurde gern gelesen. Im Falle des Nachbarlandes wie Tschechien wäre das anmaßend. Solche Sachen muss man bedenken. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Aller guten Dinge sind drei?

Ein Abend über den Dichter Schernikau bemüht sich im LOFFT um Ordnung

„Alles was verstanden werden soll, wird dreimal gesagt.“ Der Vorhang fällt, die drei aufrechten Schernikaus sind durch. Der Dichter liegt hinter ihnen. Die Erleichterung ist ihnen anzusehen. Drei Seiten hat in der Produktion von „Portfolio Inc.“ jeder Gedanke – denn Ronald M. Schernikau war Kommunist, Literat und Schwuler –  und ließ sich als letzter Bundesbürger, im September 1989, in die DDR einbürgern. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , | Hinterlasse einen Kommentar

Die Last der Performance

Sebastian Hartmann verstößt sein Ensemble aus der Unschuld des Kollektivs

Hamlet ersticht den guten Polonius durch die Tapete: Eine markante Aktion, für die er seine Gründe hat. Gute Gründe, die sich Schauspieler und Regie auf den Proben erarbeitet haben sollten. Nichts anderes war Theater über viele Jahrhunderte. Eine andauernde Abfolge von motivierender Situation und sekundärer Aktion. Wenn Regisseur und Spieler es zulassen, entsteht aus diesem Karussell des Reagierens nach und nach das, was gern Handlung genannt wird. Mit jeder absolvierten Situation steigt das Vorwissen des Publikums: Was noch kommt, wird verständlich vor dem Hintergrund dessen, was schon war. Theater als Exerzitien am Körper der klassischen Semiotik.

Dieses Verstehen setzt eine stillschweigende Übereinkunft voraus. Eine Übereinkunft zwischen Bühne und Parkett über das, was als angemessene oder doch zumindest verstehbare Reaktion der Schauspieler auf eine Bühnensituation gilt. Das Ergebnis solcher Übereinkunft ist ein kumulativer Realismus. Weiterlesen

Veröffentlicht unter Theaterkritik | Verschlagwortet mit , , , | Hinterlasse einen Kommentar