Jenseits der Kastanien

Daheimsein im Fremden / im Spiegel von Paul Celan

»Jenseits der Kastanien (Ausschnitt)«

Jenseits der KastanienJenseits der Kastanien von Marina Frenk.
Mit Dimitrij Schaad und Marina Frenk. Vertonung der Paul-Celan-Gedichte: Marina Frenk.
Dramaturgie: Thomas Fritz. Ton: Holger König, André Lüer und Holger Kliemchen
Hörspielbearbeitung und Regie: Stefan Kanis (Ursendung: MDR KULTUR 27.11.2016 | 55’44)

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(Das ganze Stück)

„Wissen Sie was ein DDON ist? Ein DDON ist ein Definitiver Depp Ohne Nationalität. Ich bin einer.“ Marina Frenk, 1986 in Chisinau, Moldawien, in einer russisch-jüdischen Familie geboren, kam 1993 mit ihren Eltern nach Deutschland, genauer: nach Dortmund-Nordstadt. Mitten in den Migrantendschungel des Ruhrgebiets, wie sie sagt, wenn sie – mit Blick auf Flüchtlingsschicksale von heute – von ihrer eigenen „Integration“ erzählt. Von kultureller Transformation und Identitätsschlamassel. Vom Verlorengehen: einer Sprache, einer Herkunft. Von schönen und hässlichen Unterprivilegierten, von Vorzeige-Ausländern am Theater und Unterschichts-Arbeitslosen im Viertel. Von Neu-Deutschen und Alt-Deutschen. Von Unbehaustheit und Heimatsuche mit und ohne Wohlstand, mit und ohne Migrationshintergrund: in ihr drin und um sie herum. Und von Paul Celan aus Czernowitz, Bukowina, und Versen wie dem: „Erst jenseits der Kastanien ist die Welt“.

Marina Frenk, geboren 1986 in Chisinau, Moldawien, lebt in Berlin. Sie ist Schauspielerin u.a. am Maxim Gorki Theater Berlin und Musikerin u.a. in der Ostperanto-Band „Kapelsky“ und Noise-Elektro Band „Baba Dunyah“. Für „Und jetzt: die Welt!“ (MDR 2015), wurde sie zusammen mit der Autorin Sibylle Berg mit dem „Hörspielpreis der Kriegsblinden 2016“ ausgezeichnet.

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