“March” hat Schwierigkeiten mit der Grammatik des Tanzes
Im Programmheft-Opener zur diesjährigen Tanzoffensive im LOFFT taucht das Wort „Geschichten“ stolze fünfmal auf. Geschichten von Gewicht will man erzählen, auch die jüngere Geschichte, und die eigenen allemal. Bitte keine Unverbindlichkeiten mehr. Vorbei die Zeit tänzerischer Selbstbezüglichkeit. Wenn alle aufstehen gegen die Verhältnisse, dann sitzt auch der Tanz mit im Bollerwagen.
Bei soviel Mitteilungswut regt sich Skepsis. Sicher, man muss nicht gleich an erzählendes Tanztheater denken, wie es einem weiland im Beyerhaus seine eindimensionalen Schrecken einflößte. Aber: Kunst und Leben tun gut daran, sich voneinander fernzuhalten und sich gegenseitig mit dem Fernrohr zu beobachten. Am besten mit einem alten, wo das Bild auf dem Kopf steht. Aus dieser Spiegelung offene, eindringliche und differenzierte ‚Geschichten’ für Publikum zu machen, die man, weil sie Kunst sind, nicht wirklich nacherzählen kann: Das, ungefähr, wäre zu leisten. Das Kuratorenteam im LOFFT hängt die Latte hoch. Weiterlesen








Ein guter Intellektueller hat noch nie Britneys Musik gehört, aber natürlich im Feuilleton über sie gelesen. Und was sagt „Faust“ den bildungsfernen Schichten? Zumindest der Name ist bekannt. Wahre Prominenz strahlt in die verschiedensten Milieus. Der Gott des einen taugt dem andern mindestens als Reizwort.

